Der Baubeginn an der Friedenthaler Schleuse ist ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für unsere Stadt. Durch die Wiederinbetriebnahme der im Zweiten Weltkrieg zerstörten und 1959 zugeschütteten Schleuse wird die Oranienburger Havel künftig keine Sackgasse mehr sein. Wassertouristen müssen unsere Stadt dann nicht länger über die Pinnower Schleuse umfahren, um in die Ruppiner Gewässerlandschaft zu gelangen. Hierdurch wird sich die Attraktivität des Schlosshafens und unserer gesamten Stadt weiter steigern.
Der Betrieb der Schleuse wird die Stadt Oranienburg jährlich einen mittleren fünfstelligen Betrag kosten. Es ist daher wichtig, dass auch die weitere touristische Infrastruktur ausgebaut wird, um möglichst viele zahlende Besucher in unserer Stadt zu halten.
Die zweijährige Bauverzögerung durch Munitionssuche und -entschärfung zeigt die Herausforderungen, vor denen Oranienburg immer wieder steht. Der Baustart ist aber zugleich auch ein Zeichen, dass Hartnäckigkeit bei Stadtentwicklungsprojekten sich vor allem angesichts knapper Kassen auszahlen kann, schließlich wird das knapp 34 Millionen Euro teure Projekt zu rund 80 Prozent von Bund und Land gefördert. Hierfür gebührt der Verwaltung unser Dank.
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