Stadtverordnetenversammlung beschließt Resolution zum Erhalt des Speichers

Auf Antrag der Fraktion Freie Wähler/Piraten hat sich die Stadtverordnetenversammlung heute per Resolution mit überwältigender Mehrheit zum dauerhaften Erhalt des historischen Speichergebäudes in Oranienburg bekannt. Sie forderte damit den Investor auf, sich an die mit dem Kauf von Dritten getätigten Zusagen zu halten und das Gebäude perspektivisch einer sinnvollen Nutzung – gegebenenfalls auch mit geändertem Konzept – zuzuführen. „Die breite Mehrheit für diesen Antrag war wichtig, um auch mit Hinblick auf mögliche weitere Verfahren gegenüber den Denkmalschutzbehörden noch einmal die Bedeutung des Gebäudes für unsere Stadt zu unterstreichen“, so Thomas Ney (Piratenpartei). Er verwies in der Sitzung unter anderem auch darauf, dass der Speicher – als eines weniger Gebäude – die schweren Bombardierungen Oranienburgs nahezu schadlos überstanden habe. „Über konkrete Sanierungsmaßnahmen und alternative Nutzungskonzepte kann man sich unterhalten, wenn der Bestand des Gebäudes nicht mehr zur Disposition steht“, so Ney weiter. Hierzu sei die Stadt bereit. Auch dies werde durch die Resolution noch einmal bekräftigt. Kritik übte Ney jedoch an Alleingängen der SPD-Fraktion, die selbst den Kontakt zum Investor gesucht und damit den Eindruck erweckt habe, die Parteien würden in dieser Angelegenheit unterschiedliche Ziele verfolgen. „Das klare Votum der Stadtverordnetenversammlung hat jedoch klar gemacht, dass Oranienburg mit einer Stimme spricht.“

Der Resolutionstext im Wortlaut:

Bei dem 1917 errichteten Getreidespeicher handelt es sich um ein stadtbildprägendes Gebäude von hohem historischen Wert. Die Stadt Oranienburg bekennt sich daher zu dem Ziel, das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Getreidespeichers dauerhaft zu erhalten und perspektivisch einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Mit dem Erwerb des Grundstücks ist der Investor wissentlich eine hohe Verantwortung für das darauf befindliche Bauwerk eingegangen. Daher fordern wir den Eigentümer auf, nunmehr alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Bestand des historischen Gebäudes langfristig zu sichern und die getätigten Zusagen umzusetzen. Sollte eine Sanierung und Nutzung entsprechend des ursprünglichen Konzeptes sich tatsächlich als nicht umsetzbar erweisen, erwarten wir vom Eigentümer, dass er in konstruktive Gespräche mit der Stadt tritt, um die in dieser Resolution benannten Ziele gemeinsam zu verfolgen. Ungeachtet davon wird die Stadtverwaltung aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf Maßnahmen zur denkmalschutzrechtlichen Sicherung des Gebäudes hinzuwirken und den Eigentümer bei der Beantragung entsprechender Fördermittel zu unterstützen.

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